VfL Hameln Handball - 1. Herren


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letztes Saison-Spiel

VfL Hameln- TS Großburgwedel
35:27, Hz. 17:15

nächstes Spiel

VfL-Hameln - TV Stadtoldendorf
04.09.2010 - 19:15 Uhr

VfL startet Dauerkarten-Verkauf - Die Tickets gibt es im SCAP, Am Posthof 11 in Hameln, Telefon (05151) 940844.

1. Herren Saison 2010/2011

Mannschaftsbild 2010/11

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Wulff gibt die Richtung vor...

Wulff: "Wir sind gerüstet für das Derby!"
VfL Hameln erwartet zum Saisonstart "Filiale" TV 87 Stadtoldendorf

Von Jürgen Kohlenberg

02.09.2010 - Da hat der Spielplangestalter ein gutes Händchen gehabt und zum Saisonauftakt in der Oberliga gleich das Derby zwischen dem VfL Hameln und dem TV 87 Stadtoldendorf angesetzt. Anwurf ist am Sonnabend um 19.15 Uhr in der Halle Nord, die sicherlich aus den Nähten platzen wird. Das Duell gegen die Gäste aus dem Nachbarkreis Holzminden zieht seine Brisanz auch aus der Tatsache, dass gleich eine ganze Reihe von ehemaligen VfL-Spielern jetzt das Trikot des TV 87 tragen. Vor der Saison schlossen sich aktuell Torwart Andrew Treuthardt und Rechtsaußen Marcel Engelhardt dem "Filialbetrieb" an. Die Liste lässt sich mit Dominik Niemeyer, Marek Staniszewski, Florian Backhaus oder Gordon Wahl aber noch beliebig fortsetzen. "Wir sind als Viertletzter des Vorjahres beim Vizemeister klarer Außenseiter und können locker aufspielen. Mal schauen, was so geht", meinte Andrew Treuthardt, der zuvor 22 (!) Jahre für Hameln spielte. Damit unter der Homburg nicht wieder um den Klassenerhalt gezittert werden muss, wurden neben den beiden VfLern noch vier weitere neue Spieler verpflichtet, darunter mit Mohamed Salam auch ein libanesischer Nationalspieler, sowie mit Lars Rindlisbacher auch ein neuer Trainer. Über die aktuelle Lage bei den favorisierten Hausherren sprach Jürgen Kohlenberg mit Cheftrainer Hajo Wulff (38).
Herr Wulff, ist Ihre Mannschaft für den Saisonstart gerüstet?
"Auf jeden Fall. Wir sind konditionell voll auf der Höhe. Das ist wichtig für die Partien, wo es am Ende eng wird, damit wir dann vielleicht weniger Fehler als der Gegner machen. Spielerisch haben wir uns auch gut entwickelt und die Abwehr steht schon jetzt hervorragend. Insgesamt bin ich mit unserer Vorbereitung sehr zufrieden."
Der TV 87 Stadtoldendorf kann also am Sonnabend kommen?
"Na ja, ein anderer Gegner wäre mir zum Auftakt lieber gewesen. Aber es kommt wie es kommt. Stadtoldendorf kann an einem guten Tag über sich hinauswachsen, insofern werden wir die Sache mit dem nötigen Respekt aber ohne jegliche Angst angehen. Ich erwarte ein sehr körperbetontes, hart umkämpftes Derby und hoffe, dass es nicht ausartet. Wenn wir am Ende knapp gewinnen, haben wir alles richtig gemacht."
Welche Erkenntnisse hat das Trainingslager am letzten Wochenden gebracht?
"Das waren für die Spieler drei hammerharte Tage. Drei Spiele über die volle Distanz, vier Trainingseinheiten und dann zum Abschluss noch auf die Spinning-Räder in der Sport-Box. Aber alle haben einwandfrei mitgezogen und gezeigt, dass sie gewillt sind Leistung zu zeigen. Von der Kondition und der Physis her sind wir absolut fit. Die Spiele wurden trotz der Belastung konzentriert angegangen und wir haben viel probiert. Bei unserem kleinen Kader ist das alles keine Selbstverständlichkeit. Die Schwerpunkte lagen eindeutig auf der Festigung der Spielabläufe. Frank Rosenthal hat zudem mit den Torhütern Andreas Kinne und Nils Grote spezielles Torwart-Training absolviert."
Gab es für Sie positive Überraschungen?
"Die beiden ehemaligen A-Jugendlichen Nils Grote und Patrick Künzler haben sich die Meilenstiefel angezogen und einen riesen Schritt gemacht. Mit permanent guten Leistungen haben sie ihren Platz in unserem Gefüge schneller gefunden, als ich es erwartet hätte. Jannis Pille hat zudem spielerisch zugelegt und zeigt jetzt auch ein Auge für die Nebenleute."
Wo gibt es noch Defizite?
"Wir müssen im Angriff viel cleverer werden. Da sind wir noch zu hektisch und schließen zu schnell ab. Insbesondere die jüngeren Spieler müssen einfach noch mehr erkennen, in welcher Phase was zu tun ist. Da fehlt die Ruhe und Gelassenheit. Aber diese Dinge kann man nur aus den Spielen lernen. Im Training geht so etwas nicht so einfach."
Sind Andreas Kinne und Dean Wood zu den erwarteten Eckpfeilern geworden?
"Absolut. Beide zeigen hervorragenden Einsatz. Und ganz wichtig, die Jüngeren nehmen von ihnen etwas an. Die Ansagen von Andi und Woody haben Gewicht."
Wie lautet die Zielsetzung für die Saison?
"Wenn wir am Ende zwischen Platz 2 und 5 landen wäre das super."
Was würden sie den Leuten sagen, warum es sich lohnt ein Spiel des VfL Hameln zu besuchen?
"Weil es höchst interessant ist, die Entwicklung der jungen Spieler zu beobachten. Schließlich sind das alles Handballer aus dem eigenen Verein. Außerdem sollen die Zuschauer Spaß an unserem Spiel haben. Wir haben eine ganz sympathische Truppe, die mit geschlossenem Auftreten spielerische Dinge umsetzen und das Publikum begeistern möchte. Ich kann jedenfalls versprechen, dass die Jungs in jeder Begegnung kämpferisch alles reinwerfen werden, was sie haben. Wenn dann auch noch die Unterstützung von den Rängen kommt, ist das die halbe Miete."


VfL Hameln gewinnt eigenes Turnier souverän
Trotz hartem Trainingslager Siege gegen Alfeld und Nieuwegein

Von Jürgen Kohlenberg

29.08.2010 - Der VfL Hameln ist für den Saisonstart am kommenden Wochenende gerüstet. Im Rahmen eines Trainingslagers gewann der Oberligist am Sonnabend vor etwa 150 Zuschauern in der Halle Nord das eigene Turnier durch zwei souveräne Siege. In den Partien über die volle Distanz setzten sich die Schützlinge von Hajo Wulff zunächst mit 29:23 (15:11) gegen den Liga-Konkurrenten SV Alfeld durch. Gegen Venus Nieuwegein gab es einen ungefährdeten 29:16 (14:9)-Sieg. "Insgesamt war das eine geschlossene Darbietung von uns. Alle Spieler haben sich in die Torschützenliste eingetragen und wir haben auch viel probiert", äußerte sich Teamsprecher Reiner Glatz zufrieden. Den zweiten Platz sicherte sich der holländische Zweitligist aus der Nähe von Utrecht durch ein knappes 30:29 gegen die vom Hamelner "Urgestein" Peter Eddelbüttel trainierten Alfelder, bei denen Spielmacher Eike Korsen an allen Ecken und Ende fehlte. "Wenn man bedenkt, dass wir noch am Freitag abend trainiert und gegen Lehrte gespielt sowie auch am Sonnabend noch vor Turnierbeginn zwei Übungseinheiten absolviert haben, bleibt als Fazit, dass die Mannschaft von der Kondition und der Physis her absolut fit ist. Die Jungs haben einwandfrei mitgezogen und sind die Spiele trotz der Belastung konzentriert angegangen und haben sich gut präsentiert. Das ist bei unserem kleinen Kader keine Selbstverständlichkeit", berichtete Reiner Glatz. Wenig Sorgen bereitet ihm die Abwehr. "Da stehen wir wirklich gut", so der Teamsprecher, doch in Sachen Angriff hat er noch ein wenig Bauchschmerzn: "Da schließen wir noch zu schnell ab, versuchen zu viel und nehmen uns auch nur 60-prozentige Chancen. Da müssen wir noch geduldiger werden." Das Trainingslager dürfte sich in dieser Richtung aber auszahlen, lagen die Schwerpunkte doch eindeutig auf der Festigung der Spielabläufe. Damit sich Chefcoach Hajo Wulff voll und ganz darauf konzentrieren konnte, nahm sich Frank Rosenthal der Torhüter Andreas Kinne und Nils Grote an und absolvierte mit dem Duo spezielles Torwart-Training. Im Duell gegen Alfeld setzen sich die Hausherren früh ab. Es wäre auch ein höherer als der letztendlich zu Buche stehende 29:23-Erfolg möglich gewesen, doch ging man mit den sich bietenden Möglichkeiten zu leichtfertig um. Die vom früheren Hamelner Ligaspieler Patrick Kersten trainierten Holländer aus Nieuwegein waren bei der 16:29-Pleite gegen den VfL trotz eines größeren Kaders schlicht überfordert und waren mit dem Ergebnis noch gut bedient. "Die hatten allenfalls unteres Oberliga-Format", erkannte Reiner Glatz.

Die Treffer für den VfL in den beiden Turnierspielen markierten Sven Hylmar (12), Heiko Heemann (9), Jannis Pille (7), Dean Wood (6), David-Niclas Emmel (5), Oliver Glatz (4), Torben Höltje (4), Marc Clausing (4), Björn Schubert (3), Jannik Henke (3), und Patrick Künzler (1).

In der Testpartie am Freitag abend gegen den Lehrter SV gab es eine 23:28 (11:13)-Niederlage. Bis zum 17:17 blieb der Schlagabtausch offen, danach wurde der Drittliga-Aufsteiger seiner Favoritenrolle gerecht. Beste Hamelner Werfer waren
Dean Wood (8/4), Torben Höltje (3/1), Oliver Glatz, Heiko Heemann und jannis Pille (je 3).

Handball-Total beim VfL Hameln
Internationales Turnier am Sonnabend in der Halle Nord

Von Jürgen Kohlenberg


26.08.2010 - Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt. Das hat sich auch der Oberligist VfL Hameln gedacht und absolviert an diesem Wochenende ein Trainingslager in der gewohnten Umgebung. Auf die Akteure wartet eine Woche vor dem Saisonstart ein intensives Mammut-Programm mit vier Spielen und einigen Trainingseinheiten am Freitag, Sonnabend und Sonntag. "Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den spielerischen Elementen. Da wollen wir einen großen Schritt machen", sagte Trainer Hajo Wulff, der sich insbesondere auf den morgigen Sonnabend freut. Denn da gibt es in der "Hölle" Nord ein vom SCAP (Sport-Center am Posthof) und der Krankenkasse KKH-Allianz präsentiertes "teuflisch" gutes Turnier mit internationaler Beteiligung und bekannten Gesichtern. Drei Teams kämpfen ab 15 Uhr in einer einfachen Vergleichsrunde über die volle Spielzeit um den Titel. Um 15 Uhr trifft Gastgeber VfL auf den vom Hamelner Handball-"Urgestein" Peter Eddelbüttel trainierten Oberliga-Aufsteiger SV Alfeld. Diese Partie gibt einen guten Vorgeschmack auf die anstehende Spielzeit. Die Alfelder, wo mit Jürgen Kloth zudem ein weiterer "alter Bekannter" als Manager fungiert, sind um 17 Uhr dann erneut am Start und duellieren sich mit dem holländischen Zweitligisten Venus Nieuwegein. Der Club aus der Nähe von Utrecht bestreitet um 19 Uhr die Abschlusspartie gegen den VfL Hameln. Danach steht der Turniersieger fest. "Auf die Partie gegen unsere Gäste aus Holland freue ich mich ganz besonders, denn Nieuwegein wird von meinem Freund Patrick Kersten trainiert", berichtet VfL-Coach Hajo Wulff. Zur Erinnerung: Der inzwischen 37-jährige Kersten spielte in der Saison 1999/2000 zusammen mit Wulff für die damalige SG VfL/BHW Hameln und hatte Anteil an der Meisterschaft in der 2. Liga und dem damit verbundenen Bundesliga-Aufstieg. Patrick Kersten war seinerzeit vom TV Emsdetten an die Weser gewechselt, kehrte der Rattenfängerstadt aber nach nur einer Spielzeit wieder den Rücken und schloss sich der SG Solingen an. Zu Hajo Wulff hingegen riss der Kontakt nie ab. Für das leibliche Wohl der Zuschauer ist in und an der Halle Nord gesorgt und nach dem sportlichen Teil klingt die Veranstaltung am Abend in geselliger Runde aus.


Die Hausherren betreten übrigens morgen, am Freitag den 27. August, schon einmal das Parkett und erwarten um 19 Uhr zu einem Testspiel den Drittliga-Aufsteiger Lehrter SV.

Künzler, Grote, weidemann

Künzler, Grote, Weidemann (v.l.)

Drei "Neue" für Talentschmied Wulff

Die Jugend ist beim VfL Hameln weiter auf dem Vormarsch

Von Jürgen Kohlenberg

Da der Oberligist VfL Hameln bekanntlich finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, sucht man auch die hochkarätigen Neuzugänge vergebens. Dennoch steckt der Klub den Kopf nicht in den Sand, macht stattdessen aus der Not eine Tugend und setzt verstärkt auf die Jugend. "Das ist der Weg, den wir auch in Zukunft beschreiten wollen", betont Manager Ralph Krone. Jetzt rückten mit Torwart Nils Grote, Patrick Künzler und Jan-Torben Weidemann wieder drei ehemalige A-Jugendliche in den Oberliga-Kader von Cheftrainer Hajo Wulff. Und die Hoffnungsträger sind von ihrem Talentschmied regelrecht begeistert. "Hajo unterstützt gerade uns als junge Spieler ungemein, gibt uns unheimlich viel mit und lässt uns spüren, dass wir für die Mannschaft etwas wert sind", erzählt Keeper Nils Grote und bekommt prompt Zustimmung von Rückraumspieler Patrick Künzler: "So ist es, Hajo gibt uns viel Vertrauen, aber er nimmt uns auch in die Pflicht, sagt klar, was er von uns erwartet." Die Youngster, die sich im Kreis der Etablierten schon voll integriert fühlen, wissen das in sie gesetzte Vertrauen durchaus zu schätzen und wollen alles tun, es möglichst schnell zurück zu zahlen. "Aber da brauchen wir Geduld und Zeit. Insbesondere von der körperlichen Härte, vom Tempo, von der Dynamik oder von der Trainingsintensität her liegen zwischen der A-Jugend und dem Seniorenbereich Welten", hat der 1,95 Meter große Künzler, der seit der C-Jugend das VfL-Trikot trägt und derzeit seinen Zivildienst beim Paritätischen in Hameln absolviert, festgestellt. Der 19-jährige Halblinke hat für die Zukunft seine sportlichen Ziele klar vor Augen: "Vom Spielverständnis im Angriff her habe ich noch Nachholbedarf und muss auch noch lernen, schneller eine Spielentscheidung zu treffen. Aber ich will schon meinen Platz in der Mannschaft finden und später auch einmal zur Stammsieben gehören." "Ich bin die klare Nummer zwei hinter Routinier Andreas Kinne, will von Andi aber viel lernen und mich weiterentwickeln. Meine Stärken liegen sicher in meiner Beweglichkeit und Schnelligkeit", verfügt auch Torwart Nils Grote über ein gesundes Maß an Selbsteinschätzung. Der noch 18-Jährige kam erst im Sommer 2009 von der HSG Fuhlen/Hess. Oldendorf zum VfL "da ich in der Jugend und in der Herren einfach mal höherklassig spielen wollte". Grote absolviert noch bis zum 31. Dezember seinen Grundwehrdienst in Bückeburg, plant danach die Aufnahme eines dualen Studiums im Maschinenbau. Jan-Torben Weidemann kam ebenfalls im Sommer 2009 aus Hessisch Oldendorf nach Hameln. Für den 19-jährigen Mittelmann steht zunächst das Abitur im kommenden Jahr an der Handelslehranstalt im Vordergrund. "Deshalb habe ich mit unserem Trainer vereinbart, dass ich zwar weiterhin mit der ersten Mannschaft trainiere, aber mit Beginn der Punkterunde im zentralen Rückraum der neuen Zweiten spiele, um dort weitere Praxis zu sammeln. Meine Blickrichtung bleibt aber in Richtung Oberliga", sagt Weidemann, der irgendwann gerne einmal wieder mit seinem Bruder Sascha zusammen in einer Mannschaft spielen möchte. "Jan-Torben wird der Zweiten gut zu Gesicht stehen, soll dort das Spiel leiten und die Fäden in der Hand halten. Bei Bedarf steht er uns aber zur Verfügung", bringt Hajo Wulff Verständnis dafür auf, "dass bei Jan-Torben Weidemann die Schule in den nächsten Monaten Vorrang hat." Doch der "Talentschmied" ist sich sicher: "Ob Patrick, Nils oder Jan-Torben - die drei werden bei uns ihren Weg machen."

VfL verliert bei Lemgos Youngsters

Von Jürgen Kohlenberg

31.7.2010 - Im vierten Testspiel kassierte Oberligist VfL Hameln die erste Niederlage und verlor beim TBV Lemgo II mit 30:33 (10:18). In der ersten Halbzeit standen die Schützlinge von Trainer Hajo Wulff völlig neben der Spur, leisteten sich eine Vielzahl an technischen Fehlern und schlossen im Angriff viel zu früh ab. Der Bundesliga-Nachwuchs bestrafte dies eiskalt, legte ein hohes Tempo vor und setzte den Gästen einen Tempogegenstoß nach dem anderen in die Maschen. Torwart Andreas Kinne wurde von seinen Vorderleuten sträflich im Stich gelassen und verhinderte sogar noch einen höheren Rückstand. "In der Halbzeitpause haben wir erst einmal ordentlich geschluckt", meinte Teamsprecher Reiner Glatz. Im zweiten Abschnitt präsentierte sich der VfL dann aber deutlich geordneter, stand besser in der Deckung und spielte die Angriffe sicherer aus, so dass noch eine Ergebniskorrektur gelang. Gute Noten verdienten sich die beiden Torhüter Andreas Kinne und Nils Grote, die jeweils eine Hälfte zum Einsatz kamen. Am Kreis konnten David-Niclas Emmel und Patrick Künzler den fehlenden Heiko Heemann nur schwer ersetzen, da ihnen die körperliche Präsenz fehlte um Räume zu schaffen. Die Hamelner Tore markierten Dean Wood (6), Marc Clausing (5), Jannis Pille (5), Torben Höltje (3), Björn Schubert (3), Oliver Glatz (2), Jan-Torben Weidemann (2), Patrick Künzler (2) und David-Niclas Emmel (2).

VfL noch mit viel Sand im Getriebe

Von Jürgen Kohlenberg

Oberligist VfL Hameln gewann sein drittes Testspiel gegen den WSL-Ligisten MTV Rohrsen zwar mit 27:19 (10:10), hatte über weite Strecken aber noch viel Sand im Getriebe. Durch das Fehlen von Oliver Glatz (Urlaub), Heiko Heemann (Ellenbogenverletzung), Torben Höltje und Jan-Torben Weidemann (beide beruflich bedingt) taten sich Lücken auf, die sich erst mit zunehmender Spielzeit schlossen. "In der Anfangsviertelstunde herrschte bei uns großes Durcheinander", berichtete Teamsprecher Reiner Glatz. Erst in der 13. Minute (!) gelang dem VfL der erste Torerfolg per Siebenmeter. Ab der 40. Minute gewannen die Hausherren gegen den Lokalrivalen, wo Sönke Koß (5) und Sebastian Volbers (3) die besten Werfer waren, aber Oberwasser und kamen letztlich zu einem sicheren aber glanzlosehn Sieg, Gute Noten verdienten sich Neuzugang Dean Wood und im zweiten Abschnitt der im zentralen Rückraum eingesetzte A-Jugendliche Jannis Henke. Mit Jasper Pille kam noch ein weiterer A-Jugendlicher zum Einsatz und spielte somit erstmals mit seinem Bruder Jannis zusammen in einer Mannschaft. "Wenn uns Stammkräfte fehlen haben wir ein Problem. Da müssen wir noch dran arbeiten", lautete das Fazit von Reiner Glatz. Die Tore für den VfL erzielten Dean Wood (9), Jannis Henke (5), David-Niclas Emmel (4), Björn Schubert (3), Jannis Pille, Jasper Pille und Sven Hylmar (alle 2).
In der Woche zuvor präsentierte sich unsere in Bestbesetzung angetretene Mannschaft konditionell in guter Verfassung und landete mit dem 33:20 (15:8) bei der TSG Harsewinkel sowie dem 30:22 (12:10) in eigener Halle gegen den MTV Obernkirchen gleich zwei Siege. Spielerisch lief es zwar ebenfalls noch nicht rund und es gab reichlich technische Fehler, was für Trainer Hajo Wulff für den noch frühen Stand in der Vorbereitung aber "völlig normal" ist. "Die Jungs hatten so oft vorher den Ball noch nicht in der Hand, da ist es völlig lgisch, dass man die Kugel auch noch mal verliert und es auch noch an der Chancenauswertung hapert. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit zudem noch auf der Abwehrarbeit, und da war ich schon sehr zufrieden. Durch Patrick Künzler haben wir in der Deckungsmitte eine Wechselmöglichkeit mehr. Er hat seinen Job schon ordentlich gemacht." Auch für Torwart Nils Grote, der insbesondere gegen Obernkirchen mit zahlreichen Rettungstaten aufwartete, gab es lobende Worte vom Chefcoach. "Nils hat schon in der A-Jugend eine starke letzte Saison gespielt. Er wird seinen Weg bei uns machen und neben Andreas Kinne auch seine Spielanteile bekommen", ist Wulff überzeugt. Die Tore in den beiden Testpartien erzielten Heiko Heemann (12), Sven Hylmar (9), Jannis Pille (8), Torben Höltje (8/4), Patrick Künzler (5), Marc Clausing (5), Oliver Glatz (4), Dean Wood (4/3), David-Niclas Emmel (3), Jan-Torben Weidemann (3)und Björn Schubert (2).

Bei Denise Becher sind die VfL-Handballer in guten Händen
Als ehemalige Spielerin kennt die 27-Jährige die Wehwehchen genau


Von Jürgen Kohlenberg

Wenn sich ein Spieler des VfL Hameln verletzt am Boden krümmt, steigt auch bei Denise Becher der Adrenalinspiegel, gleichzeitig ist sie es aber auch, die die Ruhe bewahren und den Überblick behalten muss. "Es ist immer ein bißchen Angst mit dabei, dass etwas Schlimmeres passiert ist. Aber glücklicherweise sind wir in den letzten Monaten von ernsthaften Sachen verschont geblieben", gibt die Physiotherapeutin, die sich jetzt in der dritten Saison um die Oberliga-Handballer kümmert, Einblick in ihr Gefühlsleben. Es heißt aber auch schnell zu sein. Nach dem Zeichen des Schiedsrichters flitzt Denise Becher auf's Parkett, ein erster prüfender Blick auf die Blessur und dann wird die Eisbox geöffnet. "Eis ist meistens das erste Mittel, damit die Verletzung gekühlt wird und es erst gar nicht zu einer Schwellung kommt", berichtet die 27-Jährige. Die weitere Versorgung erfolgt nachfolgend aus dem silbernen Medizinkoffer. In der "Mini-Apotheke" befindet sich so ziemlich alles, was zur Erstversorgung aber auch zur Vorbeugung benötigt wird: Verbandsmaterial, Salben, Tapeverbände, Pflaster, homöopathische Arnikakügelchen, Schmerztabletten, japanisches Heilpflanzenöl, Traubenzucker (darauf schwört besonders Trainer Hajo Wulff) und noch vieles mehr. Jetzt in der Vorbereitungsphase ist für Denise Becher im wahrsten Sinne des Wortes Hochsaison. Ihr Aufgabengebiet umreisst sie kurz und knapp mit dem Slogan "die Spieler fit bekommen und fit halten". "Gerade jetzt ist auch die Prophylaxe sehr wichtig, damit es erst gar nicht zu schwereren Verletzungen kommt. Deshalb mache ich auch viel im Bereich Koordination und Stabilisation. Durch Tests werden Defizite aufgezeigt, die nachfolgend in die Trainingsarbeit einfließen", ergänzt die gebürtige Ludwigsburgerin. Jetzt ist sie nahezu bei jedem Training dabei. Wenn die Spielzeit beginnt, bedeutet es für die Blondine Rückkehr zur Normalität. "Dann bin ich eigentlich nur noch bei einer Übungseinheit in der Woche und kümmere mich um die ,Spezialfälle'. Und was vor den Spielen abläuft ist ohnehin Alltagsgeschäft. Massagen, Tapes anlegen, das übliche eben", schmunzelt Denise Becher und knetet Heiko Heemann nebenbei die Beinmuskulatur. Die Betreuung der VfL-Handballer ist für die Schwäbin "ein schönes Hobby und war für mich die Gelegenheit, meinem Sport treu zu bleiben." 20 Jahre war sie als Kreisläuferin selbst am Ball, erst bei ihrem Heimatverein TSG Oßweil, nach dem Umzug ins Weserbergland dann noch für die HSG Stemmer/Friedewalde. Nach dem Aufstieg der HSG aus der Regionalliga West in die 2. Liga beendete Denise Becher aus beruflichen Gründen ihre aktive Laufbahn. "Das ich mal selbst gespielt habe ist schon ein Vorteil. Da kenne ich die Wehwehchen der Spieler ganz genau", lächelt die Physiotherapeutin und fühlt sich bei "ihren Jungs" pudelwohl. "Denise ist fachlich einfach super und für uns enorm wichtig. Sie hilft bei der Früherkennung von muskulären Problemen, wenn gerade jetzt in der Vorbereitung die Belastung sehr hoch ist. Sie entscheidet, ob ein Spieler weitertrainieren kann oder besser eine Pause angesagt ist. Und wenn tatsächlich mal jemand verletzt ist, koordiniert sie die Behandlung, macht Termine bei Ärzten und so weiter", lobt Trainer Hajo Wulff "den Glücksfall für unsere Mannschaft". Auch das Team möchte "ihre" Denise nicht missen. "Also, das ist ja auch 'ne ganz Liebe. Wir haben sie sehr gerne in unserer Mitte, haben volles Vertrauen zu ihr und fühlen uns bei ihr auch total in guten Händen", gibt Flügelflitzer Sven Hylmar stellvertretend für seine Mitspieler zu Protokoll.

Denise auf Händen
mit Heemann
mit Hylmar
mit Wood

VfL Hameln will Vizemeisterschaft sichern
Saison-Kehraus mit Heimspiel gegen TS Großburgwedel

Von Jürgen Kohlenberg

07.05.2010 - Mit einem Sieg im letzten Heimspiel will der VfL Hameln die Vizemeisterschaft in der Handball-Oberliga sichern. Zu Gast in der Halle Nord ist am Sonnabend um 19 Uhr der Tabellensechste TS Großburgwedel. "Wir wollen uns mit einer anständigen Leistung von unseren treuen Fans verabschieden. Larifari will ich nicht sehen", macht Trainer Hajo Wulff deutlich, der mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Marcel Engelhardt und Björn Schubert alle Spieler einsetzen will. Mit 41:17 Zählern hat der VfL derzeit einen Punkt Vorsprung vor dem Dritten SG Hohnhorst/Haste, der beim Meister Lehrter SV aufläuft. In Großburgwedel konnten sich die Hamelner seinerzeit sicher mit 29:24 durchsetzen. Deshalb sinnen die Gäste auf Revanche, kommen mit der Empfehlung einer bislang hervorragenden Auswärtsbilanz von 17:11 Punkten sowie eines jüngsten 36:24-Sieges gegen Northeim. Bastian Harendt, der bislang 248/70 Treffer erzielte, will zudem seine Führungsposition in der Oberliga-Torschützenliste verteidigen. Zu einer Rückkehr in die Vergangenheit wird das Match für TS-Torwart Jörg-Uwe Lütt. Der inzwischen 46 Jahre alte Keeper erlebte seinerzeit von 1991 bis 1997 die Hamelner Glanzzeiten in der Bundesliga mit, absolvierte 177 seiner insgesamt 450 Erstligaeinsätze für die damals als SG VfL/BHW firmierenden Rattenfänger, die in dieser Zeit unter anderem Deutscher Vizemeister wurden sowie im europäischen EHF-Pokalfinale standen. "Das war damals wirklich schön und wir waren erfolgreich. Umso bitterer war es, wie es mit der Insolvenz zu Ende gegangen ist und wo der VfL jetzt angekommen ist. Bei dem Umfeld müsste mindestens die 2. Liga drin sein", berichtet der 2,02 Meter große Schlaks. Für seinen Auftritt in der Halle Nord hat sich Lütt einiges vorgenommen: "Ich habe in dieser Saison bislang von 122 Siebenmetern 96 gehalten. Die 100 will ich noch vollmachen, muss insofern morgen noch vier halten. Hoffentlich zeigen die Schiedsrichter oft auf den Punkt."

VfL kein Spielverderber im "Scheibenschießen"
Oberligist verliert 35:38 beim TSV Burgdorf II. Achilles: "Haben zu viele Zeitstrafen kassiert"

Von Jürgen Kohlenberg

02.05.2010 - Im letzten Auswärtsspiel der Oberliga wollte der VfL Hameln dann wohl doch nicht den Spielverderber mimen. Beim TSV Burgdorf II verloren die Blau-Weißen nach einem 60-minütigen offenen Schlagabtausch mit 35:38 (17:22) und trugen ihren Teil zur Burgdorfer Abschiedszeremonie für den scheidenden Trainer Dirk Pauling sowie "Urgestein" Christopher Nordmeyer in seinem letzten Einsatz als aktiver Spieler bei. Der Auftritt von Interimstrainer Wolfgang Achilles, der den verhinderten Hajo Wulff vertrat, war somit nicht von Erfolg gekrönt. "Unsere nicht so präsente Deckung sowie zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung waren die Knackpunkte", analysierte Achilles und schob noch hinterher, "das wir auch zu viele Zeitstrafen kassiert und bei den daraus resultierenden Unterzahlsituationen zu früh abgeschlossen haben. Das wurde von Burgdorf gut ausgenutzt." Der VfL fand mit einer schnellen 4:1-Führung zunächst einen guten Start in die Partie, doch bereits nach zwölf Minuten lag man mit 5:7 im Hintertreffen und rannte danach permanent einem Rückstand nach. Mit großem kämpferischen Einsatz verkürzten die Gäste in der 55. Minute noch einmal auf 34:35, vergaben dann durch Sven Hylmar und Oliver Glatz zweimal die Chance zum Ausgleich. "Hätten wir den gemacht, wäre die Partie vermutlich noch gekippt. Aber als Burgdorf das 34:36 markierte war's gelaufen", resümierte Achilles, war mit der Steigerung "seiner" Mannschaft in der zweiten Halbzeit aber dennoch zufrieden. "Das ging munter hin und her. Beide Mannschaften sind jeweils so an die 70 Angriffe gelaufen. Insbesondere in der ersten Halbzeit haben wir aber quasi ohne Abwehr gespielt und zu viele Gegentore kassiert", meinte Teamsprecher Reiner Glatz und nahm die beiden Torhüter Andrew Treuthardt und Claas Meyer in Schutz: "Die konnten relativ wenig machen, weil der Gegner meistens völlig frei vorm Kasten auftauchte." Beide Keeper entschäften sogar noch jeweils zwei Siebenmeter. Erfolgreichste Werfer bei der Burgdorfer-Bundesliga-Reserve waren Niko Blanke (9/3) und Christopher Nordmeyer (7).

VfL Hameln: Treuthardt, Meyer; Pille (7), Höltje (7/3), Glatz (6/1), Heemann (5), Hylmar (5), Raddatz (4), Krings (1), Meier, Wick, Clausing, Emmel.

Wulff privat verhindert, dafür Achilles Interimschef an der Linie
VfL Hameln bestreitet letztes Auswärtsspiel beim TSV Burgdorf II

Von Jürgen Kohlenberg

30.04.2010 - Aufgrund einer privaten Verpflichtung in seiner Heimatstadt Kiel kann Cheftrainer Hajo Wulff den VfL Hameln im letzten Oberliga-Auswärtsspiel der laufenden Saison beim TSV Burgdorf II nicht betreuen. Vertreten wird 37-Jährige von Wolfgang Achilles, der in der kommenden Spielzeit die zweite Mannschaft übernimmt und von daher auch zukünftig eng mit Wulff zusammen arbeitet. "Wir haben alle Eventualitäten besprochen und ich bin überzeugt, dass Wolfgang und die Jungs das auch ohne mich schaffen", glaubt der Coach, der sich an das Hinspiel gegen den Gegner nur ungern erinnert. Es waren seinerzeit im tristen Herbst die zwei schlimmen Heimspiele nacheinander, als der VfL zunächst gegen den SV Aue Liebenau und dann gegen die TSV Burgdorf II zwei bittere Pleiten in eigener Halle kassierte. Das war damals fast schon der Anfang vom Ende aller Titelträume. In Liebenau konnte die offene Rechnung am vergangenen Wochenende eindrucksvoll beglichen werden, am Sonnabend um 19 Uhr soll nun in der Sporthalle an der Grünewaldstraße bei der Burgdorfer Bundesliga-Reserve auch Teil zwei erledigt werden. "Das ist unser Ziel. Überhaupt bin ich die letzten beiden Spiele sehr zufrieden, wie sich die Jungs da noch reinhängen. Schließlich ist es nicht einfach, sich noch einmal so zu berappeln, wenn man das Saisonziel verfehlt hat", so Wulff, der die letzten Begegnungen aber auch schon unter dem Aspekt sieht, "dass wir für die kommende Saison etwas mitnehmen wollen." Björn Schubert wird mit seinem Nasenbeinbruch wohl nochmals pausieren, "weil es absolut keinen Sinn macht, da noch ein Risiko einzugehen." Ansonsten können die Hamelner Bestbesetzung aufbieten und müssen schon an die beim 34:21-Sieg in Liebenau gezeigte Leistung anknüpfen, um in Burgdorf zum Erfolg zu kommen. Die TSV hat sich nämlich in ihrem letzten Saison-Heimspiel einiges vorgenommen, will gegen den favorisierten Tabellenzweiten von der Weser noch einmal für eine Überraschung sorgen und dem scheidenden Trainer Dirk Pauling einen gebührenden Abschied bereiten. Wer Nachfolger des auch als Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft fungierenden Übungsleiters wird, steht noch nicht fest. Personell werden die Hausherren alle Register ziehen. Neben den zum Erstligakader gehörenden Thomas Bergmann, Jannis Fauteck (mit 162/11 Treffern auch der Top-Scorer) und Torwart Alexander Hübe wird mit Frank Carstens auch der Trainer der Liga-Mannschaft auflaufen und noch einmal eine Kostprobe seines Könnens im zentralen Rückraum geben. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit dem Ex-Hamelner Florian Schmidtchen. Mit 25:31 Punkten stehen die Burgdorfer im gesicherten Mittelfeld, so dass beide Teams völlig befreit aufspielen und sich einen offenen Schlagabtausch liefern können.
Und der webmaster hat 34sten Hochzeitstag. Danke!

34:21! VfL Hameln zündete Feuerwerk
Grandioser Rosenthal macht hinten dicht und Glatz treibt vorne an

Von Jürgen Kohlenberg

24.04.2010 - Gegen Ende der Saison dreht der VfL Hameln in der Oberliga noch einmal richtig auf. Beim ungefährdeten 34:21 (18:9)-Auswärtssieg beim SV Aue Liebenau zündete der Tabellenzweite ein wahres Feuerwerk und nahm eindrucksvoll Revanvche für die bittere 27:34-Heimniederlage im Hinspiel. "Damals hat uns Liebenau ordentlich den Arsch versohlt, jetzt haben wir zum Gegenschlag ausgeholt und unser bestes Saisonspiel abgeliefert. Von A bis Z hat alles gepasst und wir haben über die kompletten 60 Minuten auf hohem Level gespielt", strahlte Trainer Hajo Wulff, der aus der geschlossenen Mannschaftsleistung zwei Spieler besonders hervorhob: "Frank Rosenthal hat im Tor grandios gehalten und vorne war Oliver Glatz unermüdlicher Antreiber, hat seine Nebenleute mit Anspielen vom Feinsten perfekt in Szene gesetzt." Als dankbare Abnehmer der Vorlagen des Mannschaftskapitäns oder auch der langen, passgenauen Abwürfe von Keeper Rosenthal zeigten sich insbesondere Sven Hylmar, Heiko Heemann und Marc Clausing. Jannis Pille agierte treffsicher aus dem Rückraum und Torben Höltje war sicherer Vollstrecker von der Siebenmeter-Marke. Aus starker Deckung heraus zeigte der VfL von Beginn an eine konzentrierte Vorstellung und lag bereits nach 19 Minuten mit 13:3 in Front. Liebenau stellte dann auf offensive Abwehrformation um, konnte die Hamelner aber auch damit nicht schocken. "Unsere ,Kleinen' im Team wie Lukas Krings, Torben Höltje und Oliver Glatz haben die Aufgabe mit ihrer Schnelligkeit gelöst", sagte Wulff. Die Hausherren, wo Malte Grabisch mit sieben Treffern bester Schütze war, hatten nie den Hauch einer Chance. Im VfL-Team bekamen alle Akteure Einsatzzeiten, der A-Jugendliche Patrick Künzler konnte sich ebenfalls wieder in die Torschützenliste eintragen.

VfL Hameln: Rosenthal, Meyer; Hylmar (8), Pille (6), Höltje (6/6), Heemann (3), Clausing (3), Krings (3), Glatz (2), Meier (1), Wick (1), Künzler (1), Raddatz, Emmel.

Eine offene Rechnung begleichen
VfL Hameln gastiert beim SV Aue Liebenau / Wick noch fraglich

Von Jürgen Kohlenberg

21.04.2010 - An das Hinspiel wird sich der Oberliga-Zweite VfL Hameln ungern erinnern. Bei der 27:34-Heimniederlage gegen den SV Aue Liebenau war der VfL seinerzeit schlicht chancenlos. "Die haben uns da schön den Arsch versohlt", blickt Trainer Hajo Wulff zurück und macht deutlich, "dass da noch eine Rechnung offen ist, die wir begleichen wollen." Der Chefcoach hofft, dass sich seine Schützlinge am Sonnabend um 19.15 Uhr in der Sporthalle der Liebenauer St.-Laurentius-Schule von der Einstellung her "wieder so aufreiben wie beim jüngsten Heimsieg gegen Celle. Da haben wir gegen den besten Angriff der Liga nur 22 Tore zugelassen und hatten auf keiner Position einen Ausfall. Das war richtig Klasse." Eine ähnliche Defensivleistung wird auch gegen den starken Aufsteiger vonnöten sein, ansonsten dürfte es äußerst schwer werden. Noch fraglich ist der Einsatz von Daniel Wick, der an einer Knieverletzung laboriert. Sollte der Kreisläufer ausfallen stößt der A-Jugendliche Jan-Torben Weidemann zum Kader. Fest nominiert wurde mit Patrick Künzler ein weiterer A-Jugendlicher, der schon gegen Celle zu seinen ersten Oberliga-Minuten kam. Björn Schubert befindet sich nach seinem Nasenbeinbruch zwar wieder im Lauftraining, ein Einsatz kommt aber noch zu früh. Auswärts haben die Hamelner in der Rückrunde noch deutlich Nachholbedarf. 2:8 Punkte stehen bislang zu Buche - und das nach einer blütenweißen 16:0-Serie in der Hinrunde! Neuling SV Aue Liebenau spielt eine ganz starke Saison, rangiert mit 28:26 Punkten auf dem siebten Platz und weist in eigener Halle eine positive 16:10-Bilanz auf. Zuletzt lederte der Aufsteiger die HSG Northeim mit 38:29 ab. "Ich war rundherum zufrieden. Das Team hat gezeigt, dass es die Saison trotz des längst feststehenden Klassenerhalts nicht abschenkt", kommentierte Trainer Ingmar Steins und erwartet auch im Duell gegen Hameln "den unbedingten Willen zum Sieg. Denn durch unsere schon jetzt feststehenden Neuzugänge wird die Konkurrenzsituation für die nächste Saison deutlich höher. Das sollten die Spieler ruhig im Hinterkopf haben." Zu den auffälligsten Akteuren gehören Abwehrchef Tobias Naumann, der zudem auch schon als 115-facher Torschütze glänzte, sowie die beiden Top-Scorer Malte Grabisch, mit 199/67 Treffern Dritter der Oberliga-Torschützenliste, sowie Waldemar Buchmüller (178/16).

Dean Wood verstärkt VfL

19.04.2010 - Dean Wood, derzeit noch in Diensten des ambitionierten Regionalligisten HF Springe, wird in der kommenden Saison das Trikot des Oberligisten VfL Hameln tragen. Der 31-jährige 1,78 Meter große Linksaußen war auch beim MTV Rohrsen im Gespräch. "Wir freuen uns natürlich, dass sich Dean für uns entschieden hat. Mit ihm bekommen wir einen mit allen Wassern gewaschenen Gegenstoßspieler hinzu", sagte Manager Ralph Krone. Derzeit spielt beim VfL noch Sven Hylmar auf der linken Außenbahn, doch der soll in der kommenden Saison verstärkt auch im zentralen Rückraum zum Einsatz kommen. "Wir wollen insgesamt mehr Variabilität ins Team bringen", berichtete Krone.

Rosenthal überragt und erteilt Aerzen Absage
VfL Hameln gewinnt 29:22 gegen Celle

Von Jürgen Kohlenberg

18.04.2010 - Fünf Minuten vor dem Ende nahm Trainer Hajo Wulff seinen Torwart Frank Rosenthal vom Parkett. Nicht, weil er schlecht gehalten hatte. Nein, der 29-Jährige Schlussmann legte mit einer überragenden Leistung den Grundstein zum 29:22 (12:10)-Heimsieg des VfL Hameln in der Oberliga gegen den MTV PE Celle und durfte so noch einmal die stehenden Ovationen der diesmal nur knapp 200 Zuschauer in der Halle Nord geniessen. Nach der Partie erteilte der Torwart dem vermeintlichen Werben der HF Aerzen um seine Person zudem eine klare Absage. "Es ehrt mich zwar, wenn andere Vereine an mir interessiert sind. Aber es gab von keiner Seite eine Kontaktaufnahme. Es kommt für mich in der derzeitigen Situation auch überhaupt nicht in Frage. Ich habe klar gesagt, dass ich aus beruflichen und privaten Gründen ein Jahr Pause mache, allenfalls in einer Notsituation dem VfL ,stand-by' zur Verfügung stehe. Das habe ich für mich so entschieden. Und dabei bleibt es. Punkt", machte Rosenthal deutlich. Raddatz, der im Spiel einmal mehr Fels in der Brandung war und zusammen mit Heiko Heemann und Jannis Pille die Deckung zusammenhielt. "Nur 22 Gegentore gegen den besten Angriff der Liga. Das ist richtig klasse. Wir haben Celle komplett müde gespielt und alle Aufgaben gut gelöst. Ich bin mit allen Positionen sehr zufrieden", lobte Trainer Hajo Wulff und freute sich auch, "dass diesmal die Einstellung wieder gepasst hat und sich die Mannschaft nach der schwachen Vorstellung bei Zweidorf/Bortfeld wieder so berappelt hat. Hut ab!" Einzig Sven Hylmar fiel etwas aus dem Rahmen, nahm nur 17 Minuten am Geschehen teil. Dann grätschte der Linksaußen den frei durchgebrochenen Niels Kahler in bester Fußballer-Manier um und sah von den gut leitenden Schiedsrichtern Sven Titze und Urs Mücke die Rote Karte. "Das war ein bißchen dumm von Sven. Da muss er noch an sich arbeiten und disziplinierter werden", mahnte Wulff seinen Blondschopf. Zu einem Kurzeinsatz kam der A-Jugendliche Patrick Künzler, der sich mit einem verwandelten Siebenmeter in der Schlussphase sogar noch in die Torschützenliste eintrug. Treffsicher zeigten sich Jannis Pille aus dem Rückraum und der mehrfach glänzend angespielte Heiko Heemann vom Kreis. Torben Höltje glänzte zudem als sicherer Vollstrecker von der Siebenmeter-Marke. Die erste Hälfte verlief noch weitestgehend ausgeglichen. Nach einem 9:10-Rückstand in der 24. Minute, erkämpften sich die Hausherren bis zur Pause einen 12:10-Vorsprung, um dann nach dem Wechsel schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Über 17:13 (37.) hieß es bereits nach 45 Minuten 23:15 und der Drops war gelutscht. Auch weil der Tabellenvierte aus Celle im Angriff nichts entgegen zu setzen hatte, einzig Ex-Bundesligaprofi Robin Kothe (9/5) wusste noch einigermaßen zu gefallen.

VfL Hameln: Rosenthal, Treuthardt; Pille (9), Höltje (7/6), Heemann (5), Clausing (3), Hylmar (2), Glatz (1), Raddatz (1), Künzler (1/1), Emmel, Krings, Meier, Weidemann.

"Kasmauskas? Ich habe herzhaft gelacht!"
Hamelns Manager Ralph Krone zur aktuellen Situation.

18.04.2010 - Viel wird spekuliert und viel wird diskutiert über vermeintliche Neuverpflichtungen beim Oberligisten VfL Hameln. Im folgenden Gespräch mit Jürgen Kohlenberg nimmt Manager Ralph Krone Stellung zur aktuellen Situation.
Herr Krone, ist Marius Kasmauskast tatsächlich ein Thema beim VfL?
"Ich habe herzhaft gelacht, als ich das gelesen habe. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich gesagt es ist der 1. April. Bis zu dem Zeitungsbericht wusste ich gar nicht, wo Kasmauskas jetzt spielt. Also ganz klar, Kasmauskas ist kein Thema bei uns."
Sie wollen den Namen des 31-jährigen ehemaligen Bundesligaspielers, für den Sie einen Arbeitsplatz als Industriekaufmann suchennach wie vor nicht preisgeben?
"Nein, es gibt da eine klare Absprache mit dem Spieler. Auch wollen wir die Konkurrenz nicht aufwecken. Ich bitte da absolut um Verständnis. Wenn es klappt, ist es gut und wir bekommen ein richtigen Kracher. Wenn es nicht klappt, ist es eben so. Fakt ist, wir benötigen den Arbeitsplatz. Sonst geht gar nichts."
Und die anderen Namen, die ins Feld geführt wurden?
"Absoluter Schwachsinn. Wer unsere wirtschaftliche Situation auch nur annähernd kennt, der sollte wissen, dass Spieler wie Frank Habbe oder Milan Blagojevic für uns Utopie sind. Oder der genannte Ingimundur Ingimundarson. Der ist Vollprofi, verdient in Minden in der 1. Liga an die 10.000 Euro im Monat. Und dann kommt der quasi für lau zu uns. Eine tolle Idee. Also ich freue mich ja immer, wenn wir in der Öffentlichkeit stehen. Aber was da im Moment mit und über uns diskutiert wird, schadet uns mehr als dass es uns nützt."
Kommen denn überhaupt noch neue Spieler ?
"Ich habe da überhaupt keinen Blutdruck. Wir haben eine spielfähige Mannschaft und wollen weiter an unserem Konzept, talentierte Nachwuchsspieler an die 1. Herren heranzuführen, festhalten. Mit Patrick Künzler, Jan-Torben Weidemann oder Torwart Niels Grothe kommen jetzt aus der A-Jugend wieder welche hinzu. Wir holen doch nicht auf Teufel-komm-raus Spieler und stoßen unsere eigenen Leute vor den Kopf. Wenn ein Neuer kommt, muss er uns sportlich auch weiterhelfen."

VfL lahmt - und jetzt kommt auch noch Celle
Krone hat angeblich Ex-Bundesligaspieler an der Angel, hält sich aber bedeckt

Von Jürgen Kohlenberg

18.04.2010 - Wenn der VfL Hameln in der Oberliga nicht auch noch den zweiten Platz verlieren will, ist im Heimspiel gegen den Tabellenvierten MTV PE Celle am Sonnabend um 19.15 Uhr in der Halle Nord eine deutliche Steigerung nötig. Die Gäste sind derzeit gut in Schuss, lederten am letzten Wochenende Northeim mit 41:26 ab und haben mit 33:19 Punkten sowohl den Dritten Hohnhorst/Haste (36:16) wie eben auch den VfL (37:15) in Sichtweite. "Unsere Einstellung zuletzt bei der Pleite in Zweidorf war eine Katastrophe. Keiner wollte sich da mehr weh tun und es wurde nur mit halber Kraft und ohne Körpersprache gespielt. So geht das nicht. Es ist alles eine Frage des Willens, und der war nicht da. Deshalb haben wir diese Woche auch sehr körperbetont trainiert", hofft Trainer Hajo Wulff, dass sich vor eigener Kulisse wieder eine andere Mannschaft präsentiert, "nicht das wir auch noch unseren treuen Anhang vergraulen." Der Chefcoach, der auf die verletzten Björn Schubert und Marcel Engelhard verzichten muss, hat den jüngsten Auftritt unter der Woche auch gar nicht mehr thematisiert: "Ich habe das schon genug angesprochen. Die Spieler müssen das jetzt selber merken. Wenn's zu peinlich wird, wachen sie ja vielleicht wieder auf." Manager Ralph Krone pflichtet dem Übungsleiter bei: "Geredet ist tatsächlich genug. Klar wünsche ich mir auch eine Steigerung, ein Stück weit kann ich aber auch die Spieler verstehen, dass jetzt die Luft ein bißchen raus ist wo der Titelkampf entschieden ist. Wir wissen ja, das die Jungs mehr können." Der Manager ist indes derzeit mächtig im Hintergrund beschäftigt, sucht in der heimischen Wirtschaft für eine eventuelle Neuverpflichtung eine Stelle als Industriekaufmann. "Wir haben die Möglichkeit einen 31-jährigen ehemaligen Bundesligaakteur zu bekommen. Das wäre ein richtiger Kracher, der uns weiterhilft. Dafür benötigen wir den Arbeitsplatz, sonst geht da gar nichts", sagt Krone, will den Namen des Spielers aber nicht preisgeben: "Dafür bitte ich auch um Verständnis, wir wollen die Konkurrenz ja nicht aufwecken." Im Hinspiel hatten die Hamelner beim 35:27-Sieg wenig Mühe, so einfach dürfte es am Sonnabend nicht werden. Der MTV PE Celle unter seinem Trainer Alexander Grah hat seitdem eine andere Qualität erreicht und auswärts auch eine positive 15:11-Bilanz. Zu den stärksten Akteuren gehören Torwart-Routinier Jörg Oehus, Robin Kothe, der schon Bundesligaerfahrung bei der TSV Hannover-Burgdorf und beim TBV Lemgo sammelte und mit 172/54 Toren bester Werfer ist, sowie Niels Kahler (108). Der VfL ist in der Rückrunde vor eigener Kulisse allerdings noch ohne Punktverlust. "Die Serie soll halten", sagt Trainer Wulff.

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